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Aufbau einer Unterkonstruktion

Aufbau einer Unterkonstruktion

Unterkonstruktionen für Akustikpaneele sind für die Anwendung an Wand oder Decke sehr ähnlich aufgebaut. TRIKUSTIK möchte seinen Kunden einen Aufbau mit möglichst offenen und frei zugänglichen Komponenten anbieten. Daher bestehen alle nachfolgend vorgeschlagenen Lösungen aus Teilen, die im Fachhandel üblich und erhältlich sind.

TRIKUSTIK_Unterkonstruktion

1_Distanz herstellen / Die notwendige Distanz zu Decke oder Wand hängt von den Vorgaben aus der akustischen bzw. bautechnischen Planung ab. Sie kann sehr gering ausfallen, wenn nur die Unebenheiten der Fläche ausgeglichen werden müssen oder grösser, wenn etwa Haustechnik in dieser Ebene geführt werden soll. Die Optionen um die Distanz herzustellen sind vielfältig und unterscheiden sich nach Eignung (Decke, Wand), Material (Holz, Metall), Traglast und Montagekomfort (Verstellbarkeit).

Trikustik_Abhänger

 

2_Primäre Tragkonstruktion / Die primäre Tragkonstruktion kann aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Eine „tischlernahe“ Lösung besteht in der Regel aus Massiv-Staffelholz (z.B.: 50x30mm, 45x75mm). Eine „trockenbaunahe“ Lösung kann aus bewährten Metallprofilsystemen (CW- bzw. UA-Profilen) diverser Hersteller oder in einer Kombination aus beiden Materialien (Holzleiste in U-Profil eingelegt) bestehen. Der Befestigungsabstand der primären Tragkonstruktion ist je nach Erfordernis mit z.B. ca. 800 – 1000mm anzunehmen. In Sonderräumen wie z.B. Sporthallen oder Turnsälen weichen die Montageabstände gemäß den zu Grunde liegenden Systemprüfungen (ÖISS, Ballwurfsicherheit, ..) von diesen Empfehlungen ab.

3_Konter- bzw. Einhängelattung / In der Regel im rechten Winkel zur Primärkonstruktion wird mit Abständen von 400-600mm eine Konter- bzw. Einhängelattung vorgesehen. Diese stellt entweder bereits einen Teil der Paneel-Befestigung dar (Einhängeleisten aus Holz- oder Holzwerkstoff) oder dient zur Aufnahme der Montagebeschläge (Drehclips, Fugenkrallen, Hutprofile,…).

4_Montagebeschläge / Die Optionen zur Befestigung der Paneele sind vielfältig und richten sich nach der Perforationsart (Durchgangsloch, Stufenloch, Nutung), Montageart (unsichtbar oder nicht sichtbar, verdeckt, sichtbar, frontal), dem Format sowie nach der Erfahrung, der Ausstattung und der Präferenz des Verarbeiters. Je nach Auswahl des Befestigungsmittels können
zusätzliche montagebezogene Bearbeitungen der Paneele erforderlich sein. Diese stimmen wir gerne projektbezogen mit Ihnen ab. In den Detailbeschreibungen der Paneelmontage haben wir exemplarisch jeweils einige bewährte Optionen angeführt, welche im Fachhandel erhältlich sind.

5_Weitere Komponenten / In der Regel ist auf der Rückseite der TRIKUSTIK-Paneele bereits ein schwarzes dünnes Akustikvlies aufkaschiert. Zusätzlich sehen die meisten Aufbauten die Hinterlegung mit Mineralwolle oder einem vergleichbaren porösen Material vor. Beide Komponenten sind ein wirksamer Teil des geprüften Gesamt-Aufbaues. Abweichungen in der Anwendung dieser Materialien können zu einer reduziertern Schallabsorptions-Wirkung führen.

6_Gewicht und zusätzliche Lasten / Das Gewicht der Akustikpaneele variiert je nach Material und Perforation und beträgt 8-10kg/m2. Der Einbau oder Aufbau zusätzlicher höherer Lasten (Beleuchtung, Haustechnik o.ä.) ist bei den hier nachfolgend beschriebenen Lösungen nicht vorgesehen. Allfällige zusätzliche Lasten sind separat am Baukörper zu befestigen. Die Unterkonstruktion sowie die Decklage dürfen nicht betreten werden.

Wir bitten um Verständnis, dass diese allgemeinen Hinweise nicht alle möglichen Szenarien abbilden können. Die projektspezfische Planung der Unterkonstruktion liegt immer im Verantwortungsbereich des Ausführenden.